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Sesshaftigkeit in der Hochebene

Archäologische Studien haben bewiesen, dass es seit altersher neben den Tal- und Küstenhäusern auch Zweithäuser in den Hochebenen gegeben hat. In den Hochebenen von Abanoz, Güğül Tepesi, Demiroluk, Şıhardıcı, Domuz Beleni und Çandır finden sich Spuren von ständiger Sesshaftigkeit während der Römerzeit.

Wir wissen, dass die Türken in großem Maße Viehwirtschaft betrieben und nomadisch lebten, als sie diese Gebiete besiedelten. Die Sommer verbrachten sie in den höheren und die Winter in den tiefer gelegenen Ebenen. Im Laufe der Zeit ging man vom Zelt zu den als „Sayvant“ bezeichneten, kleinen Spitzdach-Häusern und später in heutiger Zeit zu Betonbauten über.

Die Nomaden verbrachten die Winter in den Dörfern wie Gerce, Karalar und Güneybahşiş, um sich dann ab Mitte März zu den Hochebenen von Anamur oder zu der sich an der Grenze von Ermenek befindliche Barcıın-Hochebene zu begeben.

Die Häuser waren klein und einfach gebaut und boten, je nach Größe der Familie, Räumlichkeiten zwischen 15-20 qm. In der heißen, 4-6 Monate andauernden Sommerperiode spielte sich das Leben in diesen Häuschen ab. Man benutzte sie mehrjährig. Solche Häuschen gibt es auch an der Küste, in Feldern und Gärten. Die Dächer dieser Häuschen sind aus Schilf. In den Ebenen nennt man sie „saz evcik“ und in den Hochebenen „pür evcik“.

Die Häuser der besser Betuchten, die in die Hochebene zogen, nannte man „Sayvant“. Das „Sayvant“ wurde mit schwarzem Kalkstein, tonerdigem Schlamm-Mörtel und Holzquer- Balken gebaut, die man, zwecks besserer Gewichtsverteilung in einfachen Backsteinbausystemen an den Rändern der Holzböden entlang führte. Das „Sayvant“-Dach bestand aus Holz und Wacholderrinde. Heute benutzt man an Stelle dieser schnell verrottenden Dachdeckung Zinkdächer. Moderne Straßen ermöglichen den motorisierten Verkehr zu den Hochebenen und dies hat zur Folge, dass der Gebrauch von Beton und Briketts die Oberhand gewinnt.

Die Bauweise von „Sayvants“ und Häuschen ist vergessen. Diejenigen, die sich bis in unsere Zeit erhalten haben, sind noch in den Besiedlungsgebieten der Hochebenen zu sehen, wenn auch wenig an der Zahl.

Die Besiedlung der Küsten
Hier kann man, je nach wirtschaftlicher Lage der Familien, von dreierlei Häusertypen sprechen.

Das sind die Villen („Köschk)“ der Reichen mit vielen Zimmern, die einstöckigen aber mit vielen Zimmern versehenen Häuser der Bauern und Handwerker und die mit Lehm gedeckten, aus einer Küche und einem Zimmer bestehenden Häuser der Armen. In und um Anamur gibt es kaum ein Haus, das keinen Garten hat. Auch der Garten ist „Wohnraum“.

Das Untergeschoß der Häuser ist für die Tiere und ihrem Futter vorgesehen, das erste und zweite Stockwerk sind für Arbeitsräume, Küche, Schlafzimmer und Sozialräume gedacht. Die Front des Erdgeschosses schaut auf die Straße, der „Lebensbereich“ der Bewohner ist auf süd-nord oder auf eine schöne Aussicht gerichtet.

Die Merkmale der Häuser der Reichen
Das Erdgeschoß: Hier befinden sich außer der Haupteingangstür noch zwei weitere: eine für die Dienstboten und eine für die Gäste. Vor den Türen befindet sich ein mit Steinen gefliesster Vorhof. Dieser Bereich diente auch als Be- und Entladeplatz für die Waren, die man auf Eseln, Maultieren, Pferden oder Kamelen transportierte. In die Dienst-Halle geht man durch die Tür am Garten. Hier befinden sich auch die Keller und die Vorratsräume. Die Haupteingangs- und Gästetür befinden sich an der Straßenseite. Durch die Haupteingangstür geht man über eine Treppe zum ersten Stock.

Der erste Stock: Dieser Bereich, in dem sich eine breite Diele, Zimmer, Küche, Toilette und Bad befinden, ist der Teil des Hauses, der am meisten benutzt wird.

Die Türen der Zimmer öffnen sich alle auf die große Diele. Über den Fenstern befindet sich jeweils ein kleines Fenster. Die in allen Zimmern befindlichen Feuerstellen sorgen im Winter für Wärme und im Sommer für Luftzufuhr.

Alle Zimmer sind unabhängig voneinander und erfüllen ihre Funktion als Wohn-, Schlaf-, Eß-, Bade- und Arbeitsbereich.

Der zweite Stock: Das Hauptzimmer in diesem Bereich wird „Köschk“ genannt. Es ist eine Besonderheit der Anamur-Häuser. Das Köschk ist das höchste Zimmer und wird von einem überdachten Balkon umrundet. Die Fenster sind so angeordnet, daß eine sitzende Person bequem die Aussicht genießen kann. Jedes Fenster hat oberhalb noch ein kleines Fenster. „Das Köschk“ hat ein Ziegeldach. Das Dach des ersten Stocks besteht aus runden oder Vierkanthölzern. Darauf kommen Holzlatten, die wiederum mit Lehm ausgefüllt und abgedichtet werden. Diesen Teil nennt man „dambaş“. Das Dach wird mit aus antiken Säulen geschnittenen Marmor-Zylindern, die man „yuvak“ nennt, platt gewalzt. Der Lehm wird auf diese Weise verdichtet, das heißt, wasserdicht gemacht.

Das Dach wird vielfältig benutzt. Dort werden Obst und Gemüse getrocknet, und in heißen Sommernächten dient es als Schlafplatz.

Die Ein-Zimmer-Häuser der Gering-Verdiener
Diese Häuser haben ein Zimmer und eine Küche und einen T- oder L-förmigen Grundriss. Nach Bedarf werden zusätzliche Zimmer angebaut. Baut man ein Zimmer obenauf, entsteht eine breite Terrasse. Somit entsteht ein einstöckiges Haus mit einer Außentreppe und einer Lehm-Terrasse.

Einige widerstehen der Zeit ........
Auch wenn einige der Zeit zum Opfer fallen, so können wir heute noch Häuser sehen, die bewohnt und in gutem Zustand sind.

Eines der auffälligsten Merkmale dieser Häuser sind ihre verschiedenartigen Schornsteine; einige sind zylindrisch, einige haben einen quadratischen Sockel, andere wiederum einen konischen Aufsatz.

Auch wenn es zum großen Teil alt, morsch und halbverfallen ist, bietet das Landhaus von Hacı Ali Bey doch eines der schönsten Beispiele.

Die Häuser von Tarsus
In Tarsus befinden sich neben einer Vielzahl von türkisch-islamischen Bauwerken, wie Moscheen, Medresen, Badehäusern (Hamams) und Mausoleen, auch besonders sehenswerte Beispiele der Wohnungsbauarchitektur. Viele der alten griechischen und islamischen Wohnhäuser sind noch in gutem Zustand und stehen in denselben Stadtvierteln nebeneinander.

Nach den riesigen Betonklötzen der Großstädte wird einem beim Anblick dieser Häuser warm ums Herz.

Die traditionellen Bauten in Tarsus wurden von den Baumeistern der Region gebaut, wobei nur Baumaterial aus der Umgebung verwendet wurde. Die Wohnhäuser stammen zum größten Teil aus dem 19. Jahrhundert, einige wurden auch Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Die im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Landwirtschaft stattgefundene Entwicklung von Produktion und Handel führte auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, und damit auch zu einem größeren Reichtum. Dieses Reichtum spiegelt sich auch in den Wohnhäusern von Tarsus wider.

Die Häuser von Anamur - Vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit
Wenn wir uns Bespiele für die privaten Bauten genauer anschauen, fällt auf, dass es hauptsächlich 3 Bau-Typen gibt, die man im allgemeinen als „Anamur-Häuser“ bezeichnet und die sich sowohl im Zentrum Anamurs, als auch in den Landkreisen Ortaköy und Bozyazı befinden.


 


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