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Der Große Preis der Türkei
Ecclestones Aachener Stammarchitekt Hermann Tilke entwarf vor den Toren der türkischen Metropole den 5,338 Kilometer langen Kurs. Doch auf den ersten Blick scheint der Istanbul Park Racing Circuit gar kein echter Tilke zu sein. Es fehlen die charakteristischen Geraden mit den anschließenden Haarnadelkurven, wie etwa in Sepang und Shanghai. Dennoch bietet die 14 bis 21,5 Meter breite Piste, die sich durch 14 Kurven und vier kürzere Geraden windet, genug Möglichkeiten zum Überholen.
Die Höchstgeschwindigkeit auf dem gegen den Uhrzeigersinn gefahrenen Kurs liegt bei rund 310 km/h. Nach dieser letzten Geraden vor dem Ziel müssen die Fahrer allerdings sofort hart in die Bremsen steigen: Das anschließende Element aus drei Kurven drückt das Tempo auf unter 100 km/h und ist zudem der langsamste Bereich der gesamten Strecke. Die Nackenmuskulatur ist am stärksten im zweiten Sektor gefordert. In der langgezogenen achten Linkskurve steigt die Fliehkraft auf fast das fünffache des eigenen Körpergewichts an.
Typisch ist die individuelle Bauart der Tribünen und Gebäude, die hier im orientalischen Stil gehalten wurde. Platz ist für 155 000 Zuschauer. Der seit 2005 ausgefahrene Grand Prix der Türkei hat mittlerweile seinen festen Platz im Rennkalender der Formel 1 gefunden und gilt bei Fahrern und Fans als beliebt.
Das WM-Duell zwischen Jenson Button und Sebastian Vettel schien 2009 nach dem Sieg des Briten in Istanbul fast schon entschieden. Trotz 33 Grad Hitze steuerte der spätere Weltmeister seinen BrawnGP völlig cool und geruhsam dem Sieg entgegen. Nebenbei stürzte Button den bisherigen «König von Istanbul» von seinem Thron: Felipe Massa konnte seine Serie von drei Siegen nicht fortsetzen und stellte seinen Ferrari nur auf Rang sechs ab.
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| Quelle: sueddeutsche.de |
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