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Brunnen versiegt – Frauen im Sex-Streik
Die nun bereits mehrere Jahre in Folge herrschende Trockenheit in der Türkei läßt nicht nur die Seen des Landes dahinschmelzen, sondern auch die Geduld der Frauen im Lande. So im Falle des Dorfes Kıcaköy bei Mersin. Dort traten die Frauen in Sex-Streik, weil die Brunnen versiegten.
Ihre Männer bemühten sich nicht intensiv genug, die Versorgung des Dorfes mit Trinkwasser zu sichern, meinen die Frauen, und im Bürgermeisteramt des Dorfes gibt man ihnen Recht: „Die Frauen haben es satt,“ zitiert das Portal Nachrichten.at eine Beamtin im Rathaus.
Ob freilich sämtliche Frauen im Dorf ihre Männer nicht mehr in das Schlafgemach lassen, ist auch dort unbekannt. „Aber es gibt welche, die das tun,“ heißt es laut Nachrichten.at aus dem Rathaus.
Kein Wunder, daß es viele Frauen in dem Dorf satt haben – nach dem Vertrocknen der Brunnen müssen sie nun das Wasser für die Familie aus sage und schreibe 13 km Entfernung ins Dorf schleppen. Und was auf Fotos aus Indien so elegant und reizvoll aussehen mag, ist schwere Arbeit, die man nicht unterschätzen sollte.
Zwar nutzt man dazu auch Esel, doch selbst der lange Weg von 13 km hat es natürlich in sich. Das hat Folgen: Ein Parlamentsabgeordneter aus Ankara, der sich kürzlich vor Ort von der Situation überzeugte, konstatierte, die Trockenheit in der Türkei gefährde so mittlerweile auch viele Ehen.
Das war auch schon früher einmal der Fall gewesen. 2001 hatten Frauen in einem Dorf in der Nähe von Antalya mit einem ähnlichen Sex-Streik wegen Wassermangels für Schlagzeilen gesorgt. Fazit: Auch in patriarchalischen Gesellschaften herrscht für Männer nicht immer eitel Sonnenschein...
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| Quelle: tourexpi.com |
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