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ADAC gründet Tochterfirma in Istanbul:
Hilfenetz für türkische Autofahrer Europas größter Automobilclub baut Notruf- und Abschleppservice auf
Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club (ADAC) baut in der Türkei einen landesweiten Notruf- und Abschleppservice für Autofahrer und Automobilhersteller auf. Dazu hat der Automobilclub in Istanbul ein Tochterunternehmen gegründet. Die rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der neuen ADAC Service A.S. können bei ihrer Hilfe für Autofahrer in Not auf ein landesweites Netz von über 1 800 türkischen Partnerfirmen zurückgreifen. Um schneller am Pannen- oder Unfallort zu sein, führt die ADAC Service A.S. erstmalig in der Türkei eine landesweite Notrufnummer für die Türkei ein: die 444-2322. Über diese Nummer kann jeder Autofahrer Hilfe anfordern. Das Notrufprojekt startet im Großraum Istanbul und wird schrittweise auf das gesamte Land ausgedehnt.
Zusammen mit den türkischen Abschleppdiensten werden neue, einheitliche Servicestrukturen für die Türkei aufgebaut. Die Servicequalität soll den ADAC-Standards für Deutschland und Europa entsprechen. Außerdem plant das neue Unternehmen den Einstieg in die landesweite Pannenhilfe. In Istanbul wird zudem mit dem Aufbau eines Truckservice für die Türkei begonnen. Im Bereich der Assistance für Autohersteller ist die ADAC Service A.S. mit einem Marktanteil von über 30 Prozent bereits jetzt zweitgrößter Dienstleister in der Türkei.
An der neuen ADAC-Tochtergesellschaft ist der bisherige Partner in der Türkei, die Firma IKS, beteiligt. Mit dem türkischen Serviceunternehmen arbeitet der deutsche Automobilclub bereits seit 1993 erfolgreich zusammen. So wurde zum Beispiel in Istanbul die ADAC-Auslands-Notrufstation für ADAC-Mitglieder aufgebaut. Die Station ist spezialisiert auf die Organisation von Hilfe für erkrankte oder verletzte Urlauber aus Deutschland. Im vergangenen Jahr gingen in der Notrufstation in Istanbul 43 000 Hilferufe von Türkei-Urlaubern aus Deutschland ein – Tendenz steigend. Über 530 Verletzte oder Erkrankte brachte der ADAC mit eigenen Ambulanzflugzeugen oder mit Linienmaschinen zurück in deutsche Kliniken.
Geschäftsführer der neuen ADAC Service A.S. sind Ümit Yener (45) und Dietrich Heide (50). Ümit Yener führte bereits die Firma IKS und ist ein Kenner des türkischen Assistance-Marktes. Dietrich Heide ist im ADAC verantwortlich für Assistance-Services und leitet die Auslandshilfe für Mitglieder und Kunden.
Der ADAC ist mit rund 16,3 Millionen Mitgliedern Europas größter Automobilclub. 43 Prozent aller privaten Pkw-Besitzer in Deutschland sind Mitglied im ADAC. Bundesweit beschäftigt der Club knapp 8 000 Mitarbeiter, darunter über 1 700 Pannenhelfer. 2007 mussten die Pannenhelfer über 3,8 Millionen Mal ausrücken. 16 Auslands-Notrufstationen in Europa und den USA sorgen für schnelle Hilfe, wenn Reisende in Notlagen geraten. Im vergangenen Jahr machte das Unternehmen einen Gewinn von rund 190 Millionen Euro.
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| Quelle: ADAC Service A.Ş. |
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